Teilprojekt Teamentwicklung
07.07.09
Entwicklung des Teams zu einer geistigen Gemeinschaft durch Beratung
(christliches Organisationsentwicklungsinstitut "exaudit").
"hinhören – trainieren – dienen"
Hinhören auf das Wesentliche
Trainieren auf dem Weg zur Reife
Dienen im Rahmen der persönlichen Berufung.
Ziel
Menschen und Organisationen sollen volles Potential entfalten und Wert und Auftrag entdecken.
Basis
Innere Stabilität aus dem christlichen Glauben und den Werten der Sozialethik.
Integrität und Loyalität, Orientierung und Authentizität
Pastoralteam
als Organisation mit drei Dimensionen: strukturell – menschlich – spirituell
Erster Schritt
Bestimmung der Qualität der Organisation in acht wichtigen Bereichen.
Qualitätsmerkmale sind entscheidende Handlungsfelder für die organische und gesunde Entwicklung:
- bestärkende Leitung
– gabenorientierte Mitarbeit
– lebendige Spiritualität
– zweckmäßige Strukturen
– gemeinschaftlicher Glaube
– ganzheitliche Teams
– zeugnishaftes Helfen
– vertrauensvolle Beziehungen
Ansetzen an der schwächsten Stelle und Stärkung dieser.
Interview mit Stadtdekan Johannes zu Eltz
04.10.09
Besonderen Wert auf die Aufnahme dieses Teilprojektes in das Pilotvorhaben "Bereitschaft zur Bewegung" hat Stadtdekan Johannes zu Eltz gelegt. Im Interview erläutert er die Gründe.
Warum ist dieses Teilprojekt für Sie von solcher Wichtigkeit?
Johannes zu Eltz: "Weil das Paradigma der Brotvermehrung gilt: Menschen im pastoralen Dienst sollen weiterreichen, was sie selber vom Guten Hirten empfangen haben. Innovative Pastoral setzt voraus, dass die 'Pastoren' in den verschiedenen Ämtern und Diensten selbst neue Kräfte schöpfen können. Es ist höchste Zeit, dass wir uns bei Jesus versammeln und uns von ihm neu ausrüsten und aussenden lassen."Wie sieht die personelle Situation in unserem Pastoralen Raum "Wiesbaden-City" momentan aus?
Johannes zu Eltz: "Sehr gut! Wir können uns freuen, dass wir so viel gutes Personal haben! Den knapp 24.000 Katholiken in unseren Pfarrgemeinden, den vielen Patienten und Bewohnern der karitativen Einrichtungen und allen anderen, die in Wiesbaden-City etwas von der Kirche wollen, steht ein Pastoralteam von 21 Gemeindereferentinnen, Pastoralreferenten, Diakonen und Priestern zur Verfügung. Eine zeitgemäße Betrachtungsweise muss dabei auch die vielen Mitarbeiter in den anderen kirchlichen Berufen in Betracht ziehen: die Erzieherinnen und Pfarrsekretärinnen, die Küster und Hausmeister und nicht zuletzt die Musiker."
Was geschieht inhaltlich bei der Umsetzung dieses Teilprojektes?
Johannes zu Eltz: "Das Pastoralteam, darauf richtet sich im ersten Schritt die Teamentwicklung, hat sich der Dienste von Dr. Stephan Wesely und seiner Firma exaudit versichert. Wesely ist ein professioneller Trainer und Organisationsmensch mit wissenschaftlich fundierten Methoden und nachweisbaren Erfolgen im In- und Ausland. Er ist aber auch ein katholischer Mitchrist und lebt mit seiner Familie in einer geistlichen Gemeinschaft, die er selbst mitgegründet hat. Wir haben bis Herbst 2010 einige Tage in Naurod oder Mainz mit ihm vereinbart, in denen wir immer besser erkennen wollen, was Gutes in uns steckt, und instand gesetzt werden, gemeinsam herauszufinden, was der Herr in Wiesbaden von uns möchte."
Was erhoffen Sie sich als Ergebnis des Prozesses?
Johannes zu Eltz: "Dass aus einer ziemlich zufällig zustande gekommenen Gruppe von Leuten, die selten mit-, meistens nebeneinander, in der Seelsorge tätig sind, zusehends eine geistliche Dienstgemeinschaft wird, die in hoher Berufszufriedenheit Ausstrahlungs- und Anziehungskräfte entwickelt und bei ihren Unternehmungen die Gaben konzertiert, die jeder Einzelne zum Wohle aller bekommen hat."
Entstehen für die einzelnen pastoralen Mitarbeiter durch das Projekt Mehrbelastungen?
Johannes zu Eltz: "Bis zum Ende des Pilotprojekts wird sich die Mehrbelastung in Grenzen halten und bedarf meines Erachtens keiner besonderen Vorkehrungen. Anders wird es aussehen, wenn wir nach Abschluss unseres Trainings die Konsequenzen aus unseren Erkenntnissen ziehen. Wir wollen ja vor allem, dass unser Einsatz im Pastoralen Raum besser als bisher den natürlichen und charismatischen Gaben der Einzelnen entspricht. Das kann weitreichende Veränderungen in der Aufgabenbeschreibung nach sich ziehen."
Statements zum Projekt Teamentwicklung
04.10.09
Gertrud Ebner, Gemeindereferentin in St. Mauritius:
"Das Pilotprojekt Teambildung halte ich für ein zentrales und spannendes Projekt. Nicht nur ich, so wie manche Kollegin und mancher Kollege, erwarte mir sehr viel davon, sondern auch die Erwartungen des Dienstgebers an ein Gelingen sind hoch. Die Frage, die mich 'umtreibt', ist: In wieweit muss ich mich in ein Dienstverhältnis persönlich einbringen und was kann/muss bei mir bleiben und darf geschützt werden. Wenn es gelingt, Charismen zu entdecken, zu fördern, Kreativität zu wecken, Unterschiedliches zusammenzuführen, dann wird es eine gute Sache werden."
Bernd Becker, Diakon St. Bonifatius am Kirchort Hl. Familie:
"Ich merke, dass vieles (noch) nicht weniger wird; aber umso wichtiger bleibt, ob wir Hauptamtlichen im 'Richtigen' gegründet sind, und uns dessen auch gegenseitig vergewissern. Der russische Bauer, der mit einem stumpfen Beil Holz spaltet, gab an, er habe keine Zeit, es zu schärfen. Ich finde es absolut wichtig, dass wir als Pastoralteam unsere kommunikativen Sinne, unseren verbindenden Glauben schärfen und unsere Spiritualität vertiefen, um die Menschen bewegend, ja erneuernd ins Abenteuer auf den Ruf Gottes einzuladen."
Jutta Fechtig-Weinert, Pastoralreferentin am Kirchort Maria Hilf:
"Die Auftaktveranstaltung zu unserem Teamprojekt hat Lust auf mehr gemacht. Begriffe wie gabenorientierte Mitarbeit, bevollmächtigte Leitung, liebevolle Beziehungen und missionarischer Elan im Team haben meine Neugier geweckt. Für mich persönlich hat diese Teamentwicklung einen hohen Stellenwert. Ich erhoffe mir, dass es uns gelingt, mehr und mehr zu einer geistlichen Dienstgemeinschaft zu werden, die durch die Art und Weise wie sie Evangelium lebt und verkündet, andere Menschen einlädt mitzumachen."
